Sonntag, 17. März 2013

Cape Range NP

Die Cape Range ist ein Gebirgszug, der quasi parallel zum Ningaloo Reef verläuft. Beides zusammen schützt die UNESCO als Ningaloo Coast.
Die Range allein würde man beim aktuell vorherrschenden heißen Wetter sicherlich unwirtlich, trocken und ein wenig langweilig finden, obwohl sie viele und auch seltene Tiere beherbergt sowie ein paar beeindruckende Schluchten. In Kombination mit dem vorgelagerten Riff ist die Range aber auch zu dieser Jahreszeit sehr reizvoll.

Wir entscheiden uns die Schönheit nicht nur bei Tag sondern auch bei Nacht zu erleben, und bleiben auf einem der kleinen spartanischen Campingplätze im Park. Die T-Bone campsite hat tatsächlich nur 3 Stellplätze und wir bekommen sogar einen mit viel Schatten.
Den zugehörigen Baum und die herrliche Aussicht teilen wir uns mit einer Gruppe von Kängurus – das heißt manche von ihnen nehmen Reißaus und andere werden dafür um so zutraulicher.

An so einem schönen Platz schmeckt das Frühstück gleich viel besser und auch die Schule ist ganz angenehm.

Der Park hat ein großes Visitor Center mit kleiner Ausstellung und nettem Personal - Mathis bekommt sogar einen kleinen whale shark geschenkt. Diese Walhaie sind die größten Fische der Erde, schauen hier in jedem Herbst vorbei und sind in Wirklichkeit bis zu 18 Meter länger als Mathis neues Spielzeug, dabei als Krill- und Planktonfresser aber  völlig harmlos.
Ein Grund dafür, dass die whale sharks das Ningaloo Reef aufsuchen, ist die Korallenblüte (siehe Coral Bay post), die dann Krill und andere kleine Meeresbewohner anzieht. Diese wiederum bieten den Walhaien reichliche Nahrung.

Nun, whale sharks sehen wir direkt am Strand natürlich nicht, dafür aber kleinere Haie. Unsere Campingplatz-Nachbarn haben sogar welche geangelt und Mathis hat Mitleid mit den Haien: Er sieht in ihnen weniger die blutrünstigen Bestien aus den Hollywoodfilmen, als vielmehr schützenswerte Wesen. Da die Haie aber nicht so gut schmecken, versuchen die Nachbarn (natürlich Deutsche) dem Hai den Angelhaken wieder aus dem Maul zu ziehen. Das ist gar nicht so leicht, aber sie schaffen es nach einiger Zeit ohne größere Verletzungen.

Vor allem sehen wir in Küstennähe aber andere, meist kleinere und bunte Fische und Korallen. Besonders praktisch ist das Schnorcheln dabei an der Turquoise Bay: Eine Öffnung im äußeren Riff erzeugt eine beständige Strömung, von der man sich über die Korallen treiben lassen kann. Wir schnorcheln hier bei Hochwasser, das heißt wir werden nur langsam übers Riff geschoben, haben aber dafür sehr gute Sicht und wenig Gefahr hinausgetrieben zu werden.
Aber eigentlich sind die Begriffe ‚praktisch’ oder ‚Gefahr’ nicht die ersten, die uns in den Sinn kommen, als wir Turquoise Bay sehen... In der nahegelegenen Bay versuchen wir unser Glück noch einmal und können sehr lange eine Schildkröte beim Fressen beobachten. Danach spielen wir noch am Strand „Jedi-Ritter-Kampf mit den Flossen als Laserschwerter.

 

Weil uns die Nacht auf dem kleinen Campingplatz so gut gefallen hat, sehen wir uns noch einen anderen Campingplatz am Yardie Creek an, sind aber vom letzten Platz so verwöhnt, dass wir keinen rechten Gefallen daran finden. Ich mache also fix noch eine Wanderung am Yardie Creek hinauf.



Das ist der einzige Wasserlauf im Park der niemals austrocknet und er hat eine schöne Schlucht in die rote Felslandschaft geschnitten. Die Temperatur im Schatten ist jetzt am Nachmittag sicherlich schon unter 40°C gefallen, da es hier aber keinen Schatten gibt hilft mir das wenig. Mathis und Sonka bleiben am Auto im Schatten und lesen sich gegenseitig aus ‚Der Herr der Ringe’ vor.

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