Wie auf dem Hinflug machen wir einen Zwischenstopp in Singapore, nur dass wir diesmal nicht nur zwei Stunden, sondern zwei Tage und zwei Nächte bleiben. Wir kommen am späten Abend an und sind nur mental auf das äquatoriale Klima vorbereitet, unser Kreislauf ist von den hohen Temperaturen und der Luftfeuchte beeindruckt.
Mathis hat noch Hunger und wir sind froh, dass unser Hotel sehr zentral gelegen ist: Gleich neben dem Singapore River und einen Katzensprung von der zentralen Restaurant- und Flaniermeile entfernt. Wir sind überrascht, wie viel hier in der Wochenmitte auch abends um 23:00 noch los ist.
Spätestens seit dieser Erfahrung sind wir sehr begeistert von diesem kleinen Stadt- und Inselstaat. Die Einheimischen die wir kennen lernen (und das sind einige Taxifahrer, Hotelangestellte, Reiseführer, ...) sind ebenfalls begeistert.
So richtig demokratisch ist der kleine Staat zwar nicht aber wirtschaftlich eben sehr erfolgreich, sauber, sicher und sozial relativ gerecht. Und natürlich hat Singapore auch einige Superlative wie den riesigen Hafen, das weltgrößte Riesenrad, usw. zu bieten.
Der erste und langjährige Ministerpräsident Lee Kwan-Yew, der das Land auf diesen erfolgreichen Kurs eingeschworen hat, ist übrigens ein alter Kumpel von Helmut Schmidt.
Am nächsten morgen steht eine Stadtrundfahrt auf dem Programm, die hat unsere Reiseagentur ungefragt für uns organisiert und wir sind sehr skeptisch. Die Skepsis steigt, als wir eine halbe Stunde auf den Bus warten müssen (Stau!). Wie so oft hat auch diese kleine Abweichung ihr Gutes: Wir treffen Sabine und Thomas, die ebenfalls auf den Bus warten. Mit Sabine und Thomas werden wir in den nächsten zwei Tagen noch viel Zeit verbringen und die Rundfahrt gefällt uns auch überraschend gut. Der Reiseführer unterhält uns in bemerkenswert gutem Deutsch und bei der hiesigen schwülen Hitze sind wir nach jeder Außenbesichtigung froh in den klimatisierten Bus zurückzukehren.
So haben wir nach dem organisierten Besichtigungsprogramm einiges über Singapore gelernt und von der Stadt gesehen und auch eine ganz gute Orientierung für die darauffolgenden eigenen Erkundungen. Die erste führt uns (zusammen mit Thomas und Sabine) zu Gardens by the Bay, das ist ein riesiger botanischer Garten, der vor allem auch architektonisch beeindruckt. Auf dem Außengelände stehen riesige berankte und begehbare künstliche ‚Superbäume’ und das Innengelände wird durch zwei spektakuläre Dome definiert, das die internationale Architektenmafia zum Gebäude des Jahres 2012 erklärt hat.



Nicht weniger spektakulär ist das Marina Bay Sands und der Blick von dessen Aussichtsterrasse: Auf drei riesigen Gebäudesäulen ruht dort auf fast 200 Metern eine Art Schiff, das die Etagen 56 und 57 samt Restaurant, Bar und riesigem Pool bildet.
Am nächsten Tag besuchen wir wiederum zu fünft das Arts and Science Museum und das ist wieder so ein preiswürdiges Stück Architektur in Form einer Lotusblüte.
Man kann dort zwar derzeit nur eine Ausstellung The Art of the Brick besuchen, aber die gefällt dafür groß und klein: Alle Exponate sind vollständig aus einfachen LEGO®-Steinen aufgebaut.
Bis schließlich unser Flieger in der Nacht abfliegt, sitzen wir noch gemeinsam in der Hotelbar und (das aber ausnahmsweise nur zu dritt) genießen den riesigen Hotelpool.
Und damit sind dieser schöne, lange Urlaub und der blog auch zu-ENDE.
















































