Kalbarri ist ein wirklich nettes Örtchen mit vorgelagertem Korallenriff, felsiger Steilküste, Flußmündung, netten Cafés, einem gut besuchten Pub und mehreren schönen Campingplätzen (Mathis entscheidet sich wegen 'jumping pillow' und Pool für den Tudor Caravan Park).
Weil Kalbarri eben wirklich nett und schön gelegen ist, hat man die umliegende Gegend großräumig zum Kalbarri National Park erklärt und die lediglich 600 Einwohner werden zu Ostern noch mal um 30.000 Besucher aufgestockt. Wir erleben den Ort aber glücklicherweise zur danebenliegendsten Nebensaison und sind im Pub auch nur von ‚locals’ umgeben.
Der Pub und der Pool sind uns eigentlich auch die angenehmsten Orte, denn es ist wirklich heiß: Das Thermometer steigt im Ort auf bis zu 45°C und wir können uns nicht einigen, ob der kräftige Wind ein wenig Erfrischung bringt oder uns nur zusätzlich austrocknet.
Trotzdem wollen wir natürlich etwas unternehmen und sehen. Bei der Fahrt ins Herz des Nationalparks können wir unseren Allradantrieb nutzen und freuen uns über die kräftige Klimaanlage des Mitsubishi.
Von den Parkplätzen zu den Aussichtspunkten am Rande der Schlucht ist es zwar selten mehr als 500 Meter aber bei den hier herrschenden 50°C (abends um 17:00 Uhr) reicht uns das auch vollkommen. Sowohl der Z Bend als auch Nature’s Window sind in der Nachmittagssonne ganz hübsch, wären aber sicherlich noch schöner, wenn der Murchison River am Grund der Schlucht nicht nach 3 regenlosen Monaten fast völlig ausgetrocknet wäre.
Den Unterlauf des Murchison River inspizieren wir am nächsten Morgen noch einmal genauer, er ist dort sehr salzig aber eben nicht ausgetrocknet. Wir machen eine Kanutour mit Neil und starten bei der Murchison House Station und die ist mit stattlichen 1.500 Quadratkilometern die größte Farm in ganz WA.
Vom Wasser aus ist die Gegend viel angenehmer: Das Wasser, die Eukalyptusbäume und die roten Felsen bilden einen schönen Kontrast. Einige der überhängenden Felsen am Ufer dienten früher den Aborigenes als Unterschlupf und spirituelle Orte.
Wenn es uns bei der Fahrt doch einmal ein bisschen zu heiß wird, spritzen wir uns gegenseitig mit den Paddeln nass oder suchen uns eine hübsche Badestelle – oder denken an den Abend im Pub mit kühlem Bier und schönem Sonnenuntergang. „That`s the Aussie way“, wie Neil sagt.







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