Wir drehen für diesen post den Titel eines Frühwerks einer international bekannten australischen Folklorekapelle um – sonst fällt uns auch gerade nicht viel ein.
Exmouth war der nördlichste Punkt unserer Reise und seit unserem zweiten Abschied aus Coral Bay gibt es kaum wesentliche Orte entlang der Küste, die wir noch nicht auf der Hinfahrt besucht haben. Der Mangel an gespannter Vorfreude lässt die ca. 1.100 km zurück nach Perth noch etwas weiter wirken als sie auch wirklich sind.
Als wir Coral Bay dann endgültig verlassen, macht sich bei mir ziemlich schlechte Laune breit. Wir fahren am ersten Tag auch recht weit bis Kalbarri, unserem zweit liebsten Ort hier im Westen. Dort verbringen wir noch einen schönen faulen Tag und bei der Abfahrt dort ist auch Sonka traurig. Zum Glück haben alle Campingplätze auf unserer Rückreiseroute ‚jumping pillows’ was zumindest Mathis Stimmung sehr zuträglich ist.
Wir beobachten, dass die ‚grauen Nomaden’ immer weiter nach Norden vordringen, bis Ostern werden sie in großer Zahl auch Exmouth und Coral Bay bevölkern, um die dann moderaten Temperaturen zu genießen. Wir finden es wirklich erstaunlich, wie viele australische Rentner alle Immobilien verkaufen und dann für den Rest ihres Lebens mit Campmobil oder 4WD samt Anhänger durchs Land ziehen. Sie schlagen ihr Quartier dann immer gerade dort auf, wo das Klima für sie besonders angenehm ist.
Den klimatischen Wechsel erleben wir im Schnelldurchgang: Knapp südlich von Coral Bay überqueren wir den südlichen Wendekreis und verlassen hinter dem ‚tropic of capricorn’ definitionsgemäß die Tropen.
Genauso schnell wie der Baumbewuchs entlang der Strecke zunimmt, fallen auch die Temperaturen. In Jurien Bay kommen abends schon die Fleecejacken zum Einsatz und Perth erleben wir richtig herbstlich: Nachdem wir hier bei unseren zwei ersten Besuchen kaum eine Wolke gesehen haben, finden wir diesmal keine Lücke in der Wolkendecke.
Am Abflugtag wird sogar Mathis, trotz aller Vorfreude auf seine Freunde daheim, etwas wehmütig. Sonka und ich sagen uns: „Wir verlassen Australien immerhin bei perfektem Abreisewetter“.

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