Unser Nomadenleben hat mit dem neuen Jahr zunächst ein Ende, wir sind bei unserer Gastfamilie (Rachel, Karl, Jarrah, Orion & Sahara) angekommen und es kehrt Alltag ein.
Das System des WWOOFens ist ja, dass man bei der täglichen Arbeit hilft und dafür freie Kost und Logis hat. Wir hatten nach den emails im Vorfeld schon befürchtet, dass uns die angebotenen Schlafunterkünfte nicht gefallen würden. „The Shelter“, ein Studio im Busch, ist idyllisch am Hang gelegen und wird von zwei kleinen Bächen eingerahmt, es ist aber viel zu weit vom Haupthaus entfernt und hat keine Toilette. Die originale mongolische Jurte ist leider kaputt und der Wohnwagen ist uns zu muffig: Wir benutzen ihn einfach als Kleiderschrank und schlagen daneben unser Zelt auf.
Tatsächlich suchen wir das Zelt nur zum Schlafen auf und verbringen den Rest der Zeit im Haus unserer Gastfamilie oder eben in Garten oder Werkstatt.
Das Anwesen und das Haus unserer Gastfamilie sind wirklich beeindruckend. Die ca. 100 Hektar liegen erhaben auf einem Hügel und man hat deshalb eine herrliche Aussicht auf das umliegende Hügelland, das zu dieser Jahreszeit sehr trocken ist. Die Flächen sind goldgelb und dazwischen finden sich immer wieder einzeln grüne Bäume oder kleine Wäldchen. In einigen Kilometern Entfernung kann man sogar das Meer sehen. Besonders schön ist es, wenn die zumeist heißen Tage zuende gehen und der oft wolkenlose Himmel sich rot färbt. Noch etwas später, wenn auch im Haus die Lichter ausgehen (die nächsten Lichtquellen sind geschätzte 2-3 Kilometer entfernt) kann man ungestört Sterne beobachten und versteht, wie die Milchstraße zu ihrem Namen kam.
Zugegeben, die exponierte Lage hat auch eine Kehrseite: Die letzten 1,5 Kilometer Anfahrt sind etwas problematisch: Unser Mietwagen schafft die Schotterstraße auf den Hügel einfach nicht und zu Fuß ist der Aufstieg in der üblichen Hitze des Tages eine Tortur.
Übrigens, mit der Hitze kommen auch die Fliegen, eine Plage von der wir vor der Abreise schon viel gehört, die wir in Australien aber bisher nicht erlebt hatten. Den Fliegen ist wohl auch heiß, denn sie laben sich nicht nur an unseren Schweißtropfen sondern auch gerne an Tränenflüssigkeit. Aber letztlich finden wir sie nicht so schlimm, dass wir uns einen Hut mit Fliegennetz kaufen müssten...Meistens fahren wir aber ohnehin alle zusammen weg und nehmen dazu 2 Autos. Das Stück bis zu unserem Mietwagen, der unten am Hügel parkt, legen die Kinder dann gern auf der Ladefläche des Pickup zurück, nicht nur um Platz für die Erwachsenen zu machen, es macht auch Spaß!
Übrigens, mit der Hitze kommen auch die Fliegen, eine Plage von der wir vor der Abreise schon viel gehört, die wir in Australien aber bisher nicht erlebt hatten. Den Fliegen ist wohl auch heiß, denn sie laben sich nicht nur an unseren Schweißtropfen sondern auch gerne an Tränenflüssigkeit. Aber letztlich finden wir sie nicht so schlimm, dass wir uns einen Hut mit Fliegennetz kaufen müssten...Meistens fahren wir aber ohnehin alle zusammen weg und nehmen dazu 2 Autos. Das Stück bis zu unserem Mietwagen, der unten am Hügel parkt, legen die Kinder dann gern auf der Ladefläche des Pickup zurück, nicht nur um Platz für die Erwachsenen zu machen, es macht auch Spaß!
Das Wohnhaus, die Wirtschaftsgebäude und der Garten unserer Gastfamilie sind nach und nach komplett in Eigenarbeit entstanden. Zunächst wohnten die fünf in der oben erwähnten mongolischen Jurte und später dann in einer Scheune, die inzwischen als Werkstatt dient, bis das Wohnhaus nach drei Jahren schließlich bezugsfertig war.
Ganz fertig ist es immer noch nicht, aber wenn man von solchen Details absieht sehr schön und dabei völlig autark. Das Trinkwasser wird, vor allem im Winter, aus Niederschlägen gewonnen. Der Garten wird mit dem Abwasser und Wasser aus den zwei eigenen Bächen versorgt. Zur Stromerzeugung reichen hier ein überraschend kleines Solarpaneel und ein kleines Windrad.
Die im Verlauf der Jahre erworbene Fähigkeit zu Improvisation und Bescheidenheit, sowie die Ablehnung deutschen Ordnungssinns ist bei unserer Gastfamilie auch heute noch deutlich ausgeprägt.
Rachel, Karl und die Kinder sind ansonsten sehr offen, gebildet und gastfreundlich. Wir verbringen praktisch den gesamten Tagesablauf mit Ihnen und werden beinahe zu Familienmitgliedern auf Zeit. Obwohl also kaum Privatsphäre bleibt, kommen wir sehr gut miteinander aus.
Wir sind beeindruckt, wie gut sich Mathis mit den Kindern angefreundet hat, die praktischerweise gerade Sommerferien haben. Es hat ca. 3 Tage gedauert, bis er angefangen hat zu sprechen – zunächst sehr bruchstückhaft, aber zunehmend auch in ganzen Sätzen. Offensichtlich kann man eine Fremdsprache auch ganz gut beim Spielen lernen, besonders praktisch sind dabei Gesellschaftsspiele, wie Monopoly oder Spiel des Lebens, die wir auch auf deutsch kennen. Nach ca. 1 ½ Wochen spricht Mathis zum ersten Mal im Schlaf Englisch...
Häufig müssen die Kinder aber auch überhaupt nicht sprechen, um sich prächtig zu verstehen...
... besonders gut klappt das mit Orion, der so alt ist wie Mathis Freunde daheim. Und wenn es mal wieder zu heiß ist, um draußen zu spielen, spielen die Kinder ohnehin viel am Computer, iPhone, usw.






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