Dienstag, 8. Januar 2013

Sylvester

Wir haben uns ja mit unseren Gastgebern schon lange im Voraus ausgetauscht und alle unwichtigen Details sind geklärt, sogar unsere Briefwahlunterlagen für die niedersächsische Landtagswahl sind schon bei ihnen angekommen.
Am Tag vor unserer Ankunft kommen wir dann per email zu der Frage: „Wie genau kommen wird denn von Adelaide zu Euch, nachdem wir dort unser Mietauto abgegeben haben?“
Die einfache Antwort ist: „praktisch gar nicht“: Es gibt keine Zugverbindung, der Bus fährt nur einmal am Tag und das auch nicht zu Sylvester. Also muss noch schnell ein Mietwagen gebucht werden. Wir haben ganz gut gehaushaltet, so dass uns das nicht umwirft, nur der eigentliche Vorgang des Mietens ist diesmal erstaunlich schwierig: Schließlich hatten wir schließlich um ca. 01:00 nachts Erfolg mit der Buchung und der Toyota Corolla stand tatsächlich 12 Stunden später in Adelaide bereit.

Die Fahrt nach Yankalilla, der nächst größeren Stadt, verlief ereignislos und nach einiger Zeit hatten wir auch die richtige Landstraße und das richtige Viehgatter gefunden. Doch dann kam DER HÜGEL und an dem ist unser kleines Mietauto nach wenigen Versuchen kläglich gescheitert. Wir am Ende auch beinahe, denn wir mussten noch über 1 km zu Fuß bei sengender Hitze bergan.

Oben angekommen, wurden wir von Rachel, Karl, Jarrah (13), Orion (10) und Sahara (8) willkommen geheißen und erst einmal etwas im Haus und im zentralen Teil des 100 Hektar großen Geländes herumgeführt.

Wir haben noch schnell unser Zelt aufgebaut, denn es war schon später Sylvester-Nachmittag. Die eigentliche Sylvester-Feier fand am Strand von Normanville statt. Dort gab es zunächst ein Picknick, mit einer befreundeten Familie. Die kleine Wiese war dabei so voll, dass wir sicher annehmen können, dass diese Art zu feiern typisch ist für Australien. Kurz darauf ging es zu einer kleine Parade, für die Karl im Vorfeld reichlich zynische Kommentare parat hatte. Durch die auf diese Weise abgesenkten Erwartungen war es dann eine überraschend nette Mischung zwischen Bonner Karneval und dem Umzug der Landfrauen von Varlosen.
Nach der Parade ging alles zum Strand (der dann ungefähr so voll war wie das Maschsee-Strandbad im Hochsommer), wo sich ein paar Freiwillige (das darf hier nicht jeder selbst machen) bereit erklärt hatten ein Feuerwerk zu veranstalten.


Das Ganze war dann auch deutlich vor Mitternacht zuende, wenngleich wir erst etwas später im Bett waren...
... auch wenn es etwas spät ist: Wir wünschen ein gesundes, erfolgreiches und glückliche Neues Jahr.

Vermutlich wird bei uns im Januar etwas Alltag im Kreise unserer Gastfamilie mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen einkehren und die Beiträge werde deshalb wahrscheinlich etwas seltener...

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