Sonntag, 4. November 2012

Seals Rock

Nach der frostigen Nacht, wollten wir alle unbedingt wieder an die Küste. Das bedeutet von Armidale ohnehin eine lange Fahrt hinab über endlose Serpentinen durch einen nicht enden wollenden Eukalyptuswald.
Wir haben uns deshalb entschlossen, nicht nur den größten Teil des Tages, sondern gleich den gesamten Tag fürs Autofahren zu verschwenden. So kommen wir nicht nur unserem nächsten großen Ziel Sydney gleich ein gutes Stück näher, wir konten uns auch ein besonders schönes Stück Küste aussuchen: Seals Rock.

Seals Rock war trotz Leuchtturm lange Zeit besonders gefährlich für die Seefahrt. Hunderte von Schiffen sind an den Felsen zerschellt, das größte Unglück forderte immerhin 31 Opfer. So scheint der Name unseres Strandes „Treachery Beach“ zwar passend, wir fanden ihn aber dennoch einladend zum Faulenzen und Baden. Unser gleichnamiger Campingplatz, schön im Wald gelegen, ist vom Treachery Beach lediglich durch einige Dünen getrennt.

Am ersten Morgen bin ich wieder früh aufgewacht, vermutlich haben mich die unzähligen Vögel (Papageien, Kookaburras und viele mehr) mit Ihrem Gesangswettbewerb geweckt. So konnte ich rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf die vorgelagerte Landspitze wandern. Zum Glück ohne auf die Giftschlangen zu treffen, vor denen man mich gewarnt hat. Vielleicht hatten die Schlangen ihrerseits auch Respekt vor den Dingos, die in der Gegend umherstreifen. Uns kamen diese wilden Hunde ziemlich harmlos vor, Mathis fand vor allem die vier kleinen Dingo-Kinder besonders süß.


Eigentlich lud der schöne Strand zum Surfen ein. Weil er so abgelegen ist, kann man aber weit und breit keine Bretter leihen. Zum Glück hatte Mathis auf seinen Streifzügen über die Düne zwei Australier kennen gelernt, die uns am darauf folgenden Tag Ihre boards angeboten haben. So haben wir unseren Aufenthalt noch um einen weiteren Tag verlängert und waren mit Peter und Robert am Strand. Zu unserer Überraschung sprach Peter sogar ziemlich gut deutsch und bot sich auch als Unterstützung beim Surfen an. Für uns war es das erste Mal auf relativ kleinen hardboards, so richtig gut klappte es folglich auch nicht, Spaß hat es trotzdem gemacht.


Auch hier war es wieder einmal überraschend und angenehm so hilfsbereite und unkomplizierte Australier kennen zu lernen und mit Ihnen zu plaudern.

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