Nachdem wir nun einige Tage der Küstenlinie bis kurz hinter Coffs Harbour gefolgt sind, wollten wir mal wieder ins Hinterland. Wir haben uns dafür den Waterfall Way ausgesucht, der uns auf das New England Plateau (ein Teil der Great Dividing Range) bringen soll.
Besonders der Anfang des Waterfall Way ist unglaublich lieblich, hier gibt es zwar noch keine Wasserfälle, aber dafür saftige Weiden auf sanften Hügeln, blühende Bäume und immer wieder kleine Wasseläufe. Leider hatte ich keine Zeit zum Fotografieren, denn wir wollten noch Dorrigo erreichen. Hier erwartete uns ein ziemlich improvisierter Campingplatz in einer Landschaft, die überhaupt nicht in die üblichen Australien-Klischees passt. Man fühlt sich eher wie im Allgäu und zu allem Überfluss haben wir dann auch neben einer Eiche (die erste, die ich hier in Australien bemerkt habe) campiert. Die Dangar Falls konnten wir noch vor dem Abendessen zu Fuß erreichen.
Am nächsten Morgen ging es gleich in den Dorrigo Rain Forrest National Park. Ebenfalls mit einem kleinen Skywalk (Baumkronenpfad) ausgestattet, vor allem aber mit einem schönen Wanderweg durch den Regenwald. Hier haben wir auch endlich unser erstes frei lebendes Wallaby gesehen. Die meisten Vögel gab es zu unserer Überraschung allerdings im Cafe des Nationalparks – in der Nähe unserer Kuchenteller.
Wasserfälle gab es natürlich auch zu sehen, besonders spektakulär waren die Crystal Showers Falls, bei denen man hinter den Wasservorhang gehen konnte.
Im weiteren Verlauf des Waterfall Way gab es natürlich noch einige weitere Wasserfälle zu bestaunen, bevor wir schließlich Armidale erreichten. Als Mathis dort den Tennisplatz sah, wollte er sofort mit mir spielen. Da ich den Tennisplatz schon etwas früher beim Einchecken gesehen hatte und wusste was auch mich zukommen würde, hatte ich bereits alles arrangiert.
Die Nacht in Armidale war überraschend kalt. Das Wetter hatte sich ohnehin etwas verschlechtert und auf inzwischen 1.000 Höhenmetern fiel das Thermometer auf 3°C.Eigentlich war es im Zelt und Schlafsack schön warm. In der Nacht stand dann für mich eine Entscheidung zwischen ‚auf die Toilette gehen’ und ‚im warmen Schlafsack bleiben an’, ich habe die falsche Entscheidung getroffen und war am nächsten Morgen müde und schlecht gelaunt. Leider mussten wir auch zum ersten Mal wirklich weit fahren, so dass meine Laune bis zum Ziel nicht wirklich besser wurde.
Mathis aber hat Alles mit Fassung und guter Laune über sich ergehen lassen, längere Autofahrten überbrückt er am liebsten mit dem Nintendo, aber Vokabeln-Lernen scheint ihm fast genau so viel Spaß zu machen (vielleicht, weil das auch am Computer geht).




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