In Eden war das Wetter ja schon ziemlich wechselhaft und das Meer recht frisch. Allerdings ist im Südosten des Kontinents die ganze touristische Infrastruktur auf gutes Wetter und Strandurlaub ausgelegt, darauf hatten wir uns auch eingestellt und waren etwas frustriert, dass dieser Plan nicht aufgehen wollte und auch die Wettervorhersage kaum Besserung versprach. Unser Stimmungstief hatten wir in Lakes Entrance, einem etwas tristen Touristenort mit noch tristeren Campingplätzen (also wieder ein teures Hotelzimmer nehmen), der im Prinzip von seiner Lagune und dem vorgelagerten 90 Mile Beach lebt Bei Nieselregen müssen wir unsere Vorstellungskraft bemühen und uns vorstellen, wie schön es hätte sein können.
Den Internetzugang des Hotels nutzen wir, um unsere Küstentour um 3 Tage zu verkürzen und ein weiteres Hotel in Melbourne zu buchen, das für seine gute Ausstattung und zentrale Lage überraschend günstig ist, wir sind gespannt...
Trotzig fahren wir weiter und hoffen auf besseres Wetter. Nach einiger Zeit überqueren wir auch die Grenze des Bundesstaats Victoria, wo man sagt: „If you dont’ like the weather, just wait 10 minutes!“
Nach einiger Fahrt zeigt sich dann auch etwas blauer Himmel, ich entdecke ein Fotomotiv abseits des Highway und biege in einen Feldweg ein um zu fotografieren. Dort treffen wir Mariam, die sich zumindest nicht anmerken lässt, dass sie sich über uns merkwürdige Touristen in unserem knall-orangen Auto wundert. Sie lädt uns sogar zu einer Führung auf den historischen Bauernhof ein, Mathis hatte wie so oft zunächst keine Lust, war dann aber wie so oft besonders begeistert (nicht wegen des alten Hofs, sondern wegen der süßen Hunde).
Auf dem Weg habe ich auch noch einen Schnabeligel gesehen und das sogar in freier Wildbahn und nicht nur in Gefangenschaft, wie damals in Sydney dessen nahen Verwandten das Schnabeltier. So, jetzt haben wir alle Kloakentiere (einerlegende Säugetiere) abgehakt.
Vor Melbourne wollen wir nur noch Wilsons Promontory National Park ansehen. „The Prom“ soll ja wirklich wunderschön sein, aber das Wetter...
Am Tidal River im Zentrum des Parks ist dann doch alles wunderbar sonnig, aber zunächst arschkalt. Wir können am ersten in der Sonne eine schöne Wanderung machen und dann noch an 'unseren' Strand
gehen, wobei nur Mathis sich ins Wasser traut. Dem Rest der Familie ist es zu kalt. Am zweiten Tag haben wir richtig gutes Strandwetter und Mathis und ich verbringen einen schönen Tag am Strand. Das Bodyborden sieht bei Mathis jetzt schon aus wie bei den Profis, schade, dass hier keine Surfbretter zu leihen sind. Harald macht sich auf den Weg für eine Wanderung und ist sehr zufrieden mit dem Ausblick und der Landschaft.
Am dritten Tag ist Regen angesagt und weil wir nicht wieder Schwierigkeiten mit der Batterie haben wollen, fahren wir nach Foster, sehen uns ein bisschen die Geschäfte an und trinken einen Kaffee. Auf dem Rückweg ist das Wetter schon wieder richtig gut und wir klappern jede kleine Wanderung auf unserem Weg ab.








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