Am 7. November fahren wir los in die Blauen Berge. Es ist mein Geburtstag und ich werde nett geweckt und muss kein Frühstück machen. Harald hat sogar schon alles zusammengepackt für die Fahrt. Leider gibt es ein Problem mit der Zündung unseres Spaceships: Die Batterie ist leer (und wie sich später herausstellt auch die zweite Batterie für den Kühlschrank und das Licht). Aber es findet sich ein netter Mensch mit Überbrückungskabel und es kann losgehen.
Die Fahrt nach Leura ist unproblematisch, nur die Unterkunftssuche ist für uns heute schwierig: Wir können uns nicht entscheiden. Als wir dann endlich ein nettes Guesthouse gefunden haben, können wir gerade noch nach Downtown Katoomba gehen, uns dort die (mittlerweile geschlossenen) Geschäfte ansehen und schließlich sitzen wir, als es richtig heftig anfängt zu regnen, auf der Terrasse vom Carrington und trinken auf meinen Geburtstag. Dort bekomme ich auch mein Geschenk: eine Nacht in diesem schönen Hotel – original Jugendstil, toll restauriert.
Die folgenden Tage machen wir zwei richtig schöne etwas längere Wanderungen (Wentworth Falls und National Pass sowie den Grand Canyon bei Blackheath), die allerdings immer „falschrum“ sind: zuerst geht es runter (in den Canyon) und dann wieder hoch – sehr anstrengend, aber die Landschaften mit Regenwald, Wasserfällen und tollen Aussichten lohnen sich.
Ein weiteres Mal lassen wir uns auch in einer alten Grubenbahn runterfahren. Das ist so steil, dass man denkt man fällt gleich und rauf geht es mit einer Gondelbahn von Doppelmeyer (wie in Ehrwald).
Die drei Schwestern sehen wir natürlich auch auf diese Weise von der Seite, von oben, von unten. Aber eines Abends, als es nicht regnet und unglaubliche Fernsicht ist, zeigen sie uns in der Abendsonne ihre wahre Schönheit.
Den letzten Nachmittag im Carrington schauen wir uns erst mal das schöne Hotel an: Die Lounge, den Billardraum, den Ballroom – halt alles, was wir ohne Zimmer nicht zu Gesicht bekommen hätten, dann gibt es einen Aperetif in der Bücherei und wir gehen zum Essen. Nach dem Essen spielen wir auf dem über hundert Jahre alten Billardtisch.
Den letzten Tag in den Blue Mountains verbringen wir bei und in den Jenolan Caves: ein riesiges Höhlensystem mit über 320 Höhlen. Davon besichtigen wir eine, die Lukas Cave, was beeindruckend, aber nicht spektakulär ist.
Danach verlassen wir die Blue Mountains und fahren durch schöne, hügelige und saftig grüne Tablelands. Leider haben wir nicht genügend Proviant dabei, um in dieser schönen Landschaft zu kampieren und so müssen wir leider die lange Strecke bis Goulburn zurücklegen.









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