Freitag, 26. Oktober 2012

Gold Coast

Nach Straddies Ruhe und Beschaulichkeit  waren wir von den Hochhäusern und zahlreichen Fast-Food-Ketten in und um Surfers Paradise etwas schockiert. Wir sind an allem vorbeigefahren, wollten aber doch Sea-World und einen Tierpark mit einheimischen Tieren besuchen. So suchten wir uns einen abgelegenen Campground, der sich dann - beim zweiten Blick - doch als falsche Wahl erwies, denn er war nahe am Highway und am Flughafen und zu guter Letzt auch noch neben einer Baustelle. Da konnten auch der nette Pool und die Spielgeräte im kleinen Billabong nichts mehr rausreißen.
Eine besondere Merkwürdigkeit hat das Örtchen Tweed Heads auch noch parat: Es ist der erste Küstenort im Bundesstaat New South Wales. Der nächste Supermarkt ist aber gleich nebenan im Städtchen Coolangatta (Queensland). Die Zeitverschiebung von einer Stunde zwischen den beiden, noch nicht einmal 1 km. auseinanderliegenden Orten, ist wirklich gewöhnungsbedürftig - und wenn man vor dem gerade geschlossenen Supermarkt steht, auch noch etwas mehr als das.

Trotzdem waren wir im nachhinein froh, diesen Platz gewählt zu haben, denn so lernten wir John und Jeanette kennen, für zwei Tage unsere lebendigen Australienerklärer (mit super Tipps für den weiteren Weg) und Mathis Ersatzoma und –opa. Alle Wünsche – von Fernsehen, über heiße Schokolade bis zu Chips und Pizzaessen - wurden ihm von den Augen abgelesen. Zudem verstanden die beiden es gut, ihn mit in das Gespräch einzubeziehen, so dass er wirklich viel Englich gesprochen hat.
Der Tierpark Curumbins Sanctuary war ein echter Erfolg. So viele Koalas, die sich auch noch bewegen (Koalas essen viel Eukalyptus, der sie immer etwas stoned macht, so dass sie eigentlich den ganzen Tag in einem Dämmerzustand verbringen) und kleine Babys mit sich rumtragen, hatten Harald und ich auch das letzte Mal nicht gesehen.


Die Känguruhs konnte Mathis füttern und streicheln, was sich beim Saltie (Salzwasserkrokodil mit ca. 5 m Länge) nicht anbot. Aber das Highlight in dem Park war für Mathis der Klettergarten, der den Tag abrundete.
Ähnlich tierlastig ging`s im Seaworld weiter: Von Kaiserpinguinen über Robben (mit einer ähnlichen Show wie im Zoo Hannover – warum sind wir eigentlich hier?), Haien und natürlich Delfinen gab`s hier alles, nur eines nicht lebend: Die Seeschlange. Das ist ein Achterbahn mit Looping und Schrauben, die wir einige Male fahren mussten. Mir hat am besten die Delphinshow gefallen, bei der sich die Trainerinnen der Tiere, von diesen über das Wasser tragen ließen, sie haben sogar auf ihnen gestanden oder ließen sich hochwerfen und sind mit einem Kopfsprung im Wasser gelandet. Das muss Spaß machen. Hat aber auch Spaß gemacht zuzusehen.  

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