Der Flug nach Australien war wirklich anstrengend (Sonka schrieb es ja schon). Die Abstände der Sitzreihen bei Jetstar sind wirklich rekordverdächtig gering (weil die Flugzeuge sehr neu sind und die Flugbegleiter nett, kann ich die Airline aber zumindest für Zwerge uneingeschränkt empfehlen).
Wir haben letztlich also über 36 Stunden nicht geschlafen (also der ‚Zwerg’ schon ein bisschen, aber seine beiden Mitreisenden halt nicht). Folglich hätten wir uns bei der Ankunft erst einmal ins Bett legen müssen oder zumindest völlig entnervt einen Familienstreit vom Zaun brechen müssen. Das haben wir aber beides nicht gemacht, weil es uns in Australiens langweiligster Stadt (angeblich eben Brisbane, unser Startpunkt in Australien) nämlich richtig gut gefällt.
Da wäre zuerst das Wetter: Ein strahlend blauer Himmel bei angenehmen 26 °C und einer leichten Brise vom nahen Meer. Zwar war es auf Bali auch nur wenige Grad wärmer aber teilweise so schwül, dass ich beim Umblättern der Buchseiten angefangen habe zu schwitzen.
(Ich gebe gerne zu, dass ich etwas empfindlich auf hohe Luftfeuchtigkeit reagiere und insgesamt auch etwas übertreibe. Bali hat mir wirklich gut gefallen, aber hier in Brisbane ist eben GENAU MEIN WETTER, halt so wie `54 in Bern dem Fritz sein Wetter war.
Wie erwartet sind auch die Menschen sehr freundlich (der einzige vielleicht manchmal etwas unfreundliche Australier ist ja gerade nicht im Land ;-) und unkompliziert und ich bin wirklich froh, dass die Australier auf Bali keinen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen.
Außerdem kommen wir seit heute in Brisbane etwas mehr in den Langzeiturlaub-Modus. Wir haben kein Hotelzimmer mehr, sondern ein möbliertes Appartement (sehr schön und im 21. Stock, Mathis möchte, dass wir es für die Ferien kaufen (?!?)). Es gibt auch nicht mehr Heerscharen von dienstbereiten Menschen um uns herum, sondern wir müssen uns erkundigen, vorausplanen und das fühlt sich aktiver und besser an. Das Einkaufen und abendliche Kochen war sehr normal und sehr schön. Mathis und Sonka sehen nach dem Essen gerade etwas fern (ich glaube die Kiwis spielen gegen Fiji Rugby), während ich blogge.
Ach so, eine Sache war beim Einkaufen doch nicht so ganz normal: Coles vertraut seinen Kunden: Man kann selbst die gekauften Artikel einscannen und abwiegen und Coles spart dabei ein paar Kassiererinnen. Da das Vertrauen von Coles aber nicht unbegrenzt ist, gibt es mehrere Sicherheitsmechanismen, die besonders bei Erstkunden (uns) so oft anschlagen, dass es ganz ohne Kassiererin dann doch nicht geht.
Etwas wirklich Schönes haben wir heute auch noch gemacht: Wir waren einfach nur schwimmen! An den Ufern des Brisbane River wurden in einem Park ein paar teichartige Becken mit Sandstränden angelegt, in denen Groß und Klein ganz nah der Innenstadt in entspannter Stimmung baden und spielen.


Don´t know what ya mean Harold.
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