Mittwoch, 27. Februar 2013

In Transit

Eigentlich wollten wir ja unseren letzten Tag bei Albany am Strand verbringen. Little Beach in der Two Peoples Bay Nature Reserve wurde uns mehrfach empfohlen und so waren wir etwas enttäuscht, dass der Tag so wolkig und regnerisch war, dass wir Albany gar nicht erst verlassen wollten.

Aber eigentlich kann man The Great Southern ja nicht verlassen ohne einen schönen Abschluß am Strand zu verleben. So entschließen wir uns also an unserem Abreisetag, trotz der weiten Strecke die vor uns liegt, noch den Umweg zum Little Beach zu nehmen und werden für diese Entscheidung belohnt:


Es ist eine wirklich herrliche Bucht mit schneeweißem, quietschendem Sand, herrlich eingerahmt zwischen Wäldern und Felsen. Die Bucht ist gerade klein genug, um kurz einmal am Strand auf und ab gehen zu können und gerade groß genug, um die anderen 10 Besucher übersehen zu können. Die großen Wellen machen Mathis viel Spaß ohne dabei zu groß oder gar gefährlich zu sein.

 

Nur ein paar Schritte weiter, um eine kleine Landspitze herum gibt es sogar noch einen schönen Felspool, aber genug Zeit um auch dort noch mal hineinzuspringen haben wir an diesem Tag dann doch nicht...


Wir entscheiden uns nicht den direkten Weg nach Perth zu nehmen, sondern statt dessen den Great Southern Highway. Ob die Gegend da unten wohl nach dem Highway benannt ist?

Die Fahrt ist zwar lang aber die Strecke bietet immer wieder kleiner Abwechslungen
 

und ist landschaftlich reizvoll: Immer wieder säumen Weideflächen, schöne Eukalyptushaine und kleine Städtchen die Strecke. Manche der Städte sind sogar von regionaler geschichtlicher Bedeutung und mit Ihren viktorianischen Veranden zudem auch hübsch anzusehen. Das gilt besonders für York, der ersten Stadt im Inland von Western Australia.


Hier übernachten wir auch zu letzten Mal, bevor wir nach 2300 km unseren Campingbus in Perth abgeben. Im hübsch zurechtgemachten Hotel Imperial von York gibt es leckeres Essen und kühles Bier und wir spielen wieder Skat. Hier unterhalten wir uns auch zum ersten Mal etwas länger mit einem schweizer Pärchen, das wir erstmals in Albany getroffen hatten und noch viele weitere Male treffen werden.


Freitag, 22. Februar 2013

The Great Southern


Wir verlassen Walpole in Richtung Denmark, nein es handelt sich hierbei nicht um Dänemark. Kurz vor dem Ort liegt der Green’s Pool, vielleicht einer der schönsten Strände überhaupt, also etwas für unsere Abschlusshitliste. Hinter einer Kette von Felsen ist das Wasser ruhig und deshalb zum Schwimmen, Schnorcheln und Reinspringen bestens geeignet. Der Sand ist einfach toll weiß und obwohl es recht voll ist, gefällt es uns sehr gut.


Nachdem wir dann in Denmark einen Campingplatz gefunden haben, fahren wir noch mal zurück zum Green’s Pool, sehen uns die Elephant Rocks in der Nachbarbucht an und picknicken an diesem wunderschönen Strand bei Sonnenuntergang. Letzteren sieht man wegen der aufziehenden Wolken nicht richtig – das stört aber nur die Hobbyfotografen unter uns dreien.


Am nächsten Tag sind wir froh die sehenswertesten Strände der Gegend bereits besucht zu haben, denn es regnet pausenlos. Wir wollten eigentlich gerne auf dem Denmark River, an dessen Mündung unser Campingplatz liegt, Boot fahren, verbringen statt dessen praktisch den ganzen Tag in unserem Campervan.
Schlimm ist das letztlich aber überhaupt nicht, denn wir freuen uns über die Möglichkeit so richtig auszuschlafen, Karten zu spielen, zu lesen und zu gammeln. Offenbar braucht es aber den äußeren Anlass (Regenwetter) um uns klarzumachen, dass wir den ruhigen Tag mehr als gut gebrauchen können, um auszuspannen und unsere kleineren Rückstände bei Schularbeiten und blog aufzuarbeiten sowie die vielen Fotos auszumisten und die anschließend verbleibenden 7.000 zu ordnen.

Am nächsten Tag haben wir es wieder nicht weit zu unserem nächsten Ziel Albany und fahren deshalb noch ein paar Umwege durch die schöne Landschaft. Vielleicht lassen wir uns dabei ein Bisschen zu viel Zeit, denn die Campingplätze sind zu unserer Verblüffung auch an Wochentagen und in der Nebensaison vor allem durch Rentner ausgebucht. Indem wir unseren Aufenthalt auf 2 Plätze aufteilen, kommen wir aber dennoch problemlos unter und sehen so auch ganz unterschiedliche Teile der interessanten Küste.

Albany ist die älteste Siedlung des Bundesstaats Western Australia und mit 25.000 Einwohnern auch quasi eine echte Metropole in dieser entlegenen Gegend. Auf der anderen Seite ist Albany aber auch ein Dorf, wie uns die deutsche Bedienung im York Café, das hier schließlich zu unserem Stammcafé wird, berichtet. Sie lebt seit ca. einem halben Jahr in der Stadt und hat bereits das Gefühl die Hälfte der Bevölkerung zu kennen.

Am Ende werden wir vier Nächte in Albany verbringen und damit für unsere Verhältnisse untypisch lange an einem Ort bleiben. Der ursprüngliche Plan noch weiter nach Bremer Bay oder gar Esperance zu fahren wird wegen der großen Entfernungen verworfen: Nach Esperance ist es schließlich noch weiter als zurück zu unserem Startpunkt Perth und die dort erwarteten herrlichen Strände mit türkisblauem Wasser und weißem Sand gibt es hier schließlich auch.


Der entschleunigte Tagesablauf und eher mittelprächtiges Wetter erlauben uns dann neben einem beschleunigten Fortschritt bei den  Schularbeiten auch viel Zeit fürs Tischtennis und Karten Spielen. Wir bringen Mathis sogar Skat bei und helfen ihm damit hoffentlich bei seiner Entwicklung zu einem richtigen deutschen Mann.  

Natürlich bietet Albany selbst auch einige Sehenswürdigkeiten, wie die alten Wehranlagen Prince Royal Fortress oder einen Nachbau der Brigg Amity (mit der Anno 1826 die ersten Siedler ankamen), gut erhaltene alte Gebäude und eine interessante zerklüftete Küstenlinie.


Entlang dieser Küstenlinie gibt es neben diversen Felsen und Inseln auch diverse Buchten und Meerengen, die wir von den diversen Hügeln der Stadt bewundern können oder auch direkt vor unseren Campingplätzen am Middleton Beach und Emu Point.


Noch spaktakulärer ist die Felsküste es im Torndirrup National Park vor den Toren der Stadt. Hier gibt es eine riesige natürliche Felsbrücke und mit The Gap eine 30 Meter tiefe Felsspalte, in die die Wellen des südlichen Polarmeers mit voller Wucht hineinbrechen. Ein Stückchen weiter gibt es eine Reihe von blow holes: Die oberen Öffnungen dieser Meereshöhlen liegen zwar 20 Meter über dem Meeresspiegel, die Kraft der Wellen reicht aber aus um es oben kräftig donnern und Wasser sprühen zu lassen.


Außerdem eignet sich Albany bestens für Ausflüge in die nähere Umgebung.  Einer der Ausflüge führt uns in die „ältesten Hügel der Welt“. Die Porongurups sind nach einer Siedlung (Porongurup) benannt, die eigentlich so unscheinbar ist, dass man sich wundert, dass überhaupt noch etwas anderes als der Flecken selbst danach benannt wird. Fast wären ohne sie zu bemerken durch die Siedlung durchgerauscht, haben glücklicherweise aber doch das einzige Café gefunden.


Den nahegelegenen Castle Rock kann man nur zu Fuß erklimmen. Sonka hat klugerweise vor der eigentlich nur 4 km langen Wanderung, wegen des doch immer noch etwas schmerzenden Knöchels, zurückgeschreckt, denn auch für Mathis und mich war sie äußerst schweißtreibend. Am Ende gab es sogar noch kleine Klettersteige in den beeindruckenden Felsen und natürlich auch die verdiente herrliche Aussicht.


Das war nun der Südwesten und von The Great Southern haben wir leider nur  einen kleinen Teil gesehen. Als nächstes stehen zwei eher anstrengende Tage mit langer Fahrtzeit und Autowechsel in Perth an, bevor mit der Coral Coast unsere letzte Etappe anbricht… 


Dienstag, 19. Februar 2013

Große Bäume

Der westliche Teil der Südküste zeichnet sich besonders durch große Wälder aus, die Gegend wird deshalb auch Southern Forests genannt, und so fahren wir ein bisschen ins Inland nach Nannup und Bridgetown. In Nannup haben sie mittlerweile die Tourist-Info geschlossen (ganz schlimm für Harald), aber es gibt ein schönes Cafe mit griechisch-weinüberwucherter Terrasse, wo wir ein gutes Lunch bekommen – immerhin.
Bridgetown ist auch nicht viel interessanter, hat aber eine hübsche Holzbrücke und einen Jarrah-Pfad - dort lernen wir endlich mal die berühmten Jarrah-Bäume kennen. Die haben sehr stabiles rotes Holz mit von der Natur eingebautem Termitenschutz und außerdem ist nach diesen Bäumen der rotharige (!) Sohn unserer Gastfamilie aus Yankalilla benannt.


Also fahren wir weiter nach Manjimup und weil das architektonisch auch nicht so richtig interessant ist geht es gleich weiter nach Pemberton. Auf dem Weg dorthin gibt es den ersten der besteigbaren Riesenbäume, die oben ein Häuschen mit Ausguck haben, der früher zur Brandfrüherkennung benutzt wurde. Seit es andere Methoden der Waldbeobachtung gibt, sind diese Bäume (es gibt drei in der Gegend hier) für Touristen freigegeben.  Man besteigt den Baum über in die Seite sich hochschlängelnde Riesennägel und das ist bei 51 bis 75 m Höhe nichts für Leute mit Höhenangst. In Manjimup lassen wir drei es auch, weil es ununterbrochen donnert und blitzt. Wir denken, es ist nicht das schlaueste, bei Gewitter auf den weit und breit höchsten Baum zu steigen.

Am späten Nachmittag kommen wir in Pemberton an und finden eine schönen Campingplatz neben einem natürlichen Pool, in den wir gerne springen und uns abkühlen – hier hat es bis jetzt nämlich nicht gewittert.


Pemberton ist ein nettes, kleines Städtchen, wo Harald und Mathis bei mörderischer Hitze mit geliehenen Mountainbikes zu einem schönen Stausee hinauf fahren. Ich bringe das Essen und Trinken mit dem Auto und wir können noch schön an einem aufgeschütteten Sandstrand schwimmen.


Am nächsten Tag ist es etwas kühler und wir fahren zum nächsten Riesenbaum (75m hoch), den die beiden Männer zum Drittel besteigen, dann wird es Ihnen auch zu viel. Am sogenannten Bicentennial-Tree treffen wir insgesamt ca. 10 andere Touristen und zwar allesamt Deutsche. Na gut, 2 der Deutschen waren eigentlich Schweizer, aber dass hier so viele Deutsche rumfahren hatten wir vorher nicht gedacht, vielleicht ist der Südwesten doch kein solcher Geheimtipp mehr.


Inzwischen haben wir erfahren, dass derzeit ca. 200.000 deutsche Backpacker durch Australien touren, da sind Reisende wie wir wohl noch nicht einmal eingerechnet. Aus deutscher Sicht ist diese Zahl erstaunlich, aus australischer vielleicht sogar bedrohlich: Mit 1% der einheimischen Bevölkerung könnten wir schon mal eine Annektion versuchen, das Zahlenverhältnis ist deutlich besser als bei der britischen Eroberung des Landes von den Aborigenes.


Schon eine ganze Weile fahren wir durch schöne Wälder mit alten Karri-, Marri-und Jarrah-Bäumen, vor allem die Karri-Wälder erinnern uns an die Gegend um Depot Beach im Murramarang NP am anderen Ende des Kontinents.

Über Northcliffe fahren wir nach Windy Harbour, was an dem Tag gar nicht windig, weil sehr bedeckt, ist und wir erkunden den Point D`Entrecasteaux. Die Ortschaft hat bestimmt mehr als 100 verwaiste Ferienhäuser und, lt. Reiseführer, nur 15 permanente Bewohner - schöne Gegend, aber echt einsam. Da das Wetter nicht wirklich zum Schwimmen einlädt und die touristische Infrastruktur keine sonstige Ablenkung verspricht, fahren wir schließlich weiter.


Abends kommen wir auf dem Campingplatz am Coalmine Beach in Walpole an und sind nach einer recht langen Fahrt sehr erschöpft. Dort gibt es Pfannkuchen mit Eis für alle und umsonst, weil Valentinstag ist, und wir treffen sehr nette Campingnachbarn zum Quatschen und sehr neugierige Kangaroos zum Fotografieren. Anschließend gibt es einen Film unter freiem Himmel. Perfekt für einen Tagesabschluss nach stressigem Fahren.


Natürlich müssen wir uns hier das Valley of the Giants mit dem Tree Top Walk ansehen. Über mit frei hängenden Gängen verbundene  Plattformen geht man in Baumwipfelhöhe (das sind hier ca, 40m) durch den Wald. Das schwankt manchmal ein bisschen, ist aber sehr  spannend.


Anschließend fahren wir noch einen Geheimweg (von unseren australischen Bekannten vom Campingplatz) am Frankland River entlang bis zu einer Badestelle, wo Mathis und ich auch ins Wasser springen. Witzigerweise sind hier die unteren Wasserschichten warm und oben ist es kühl.


Harald macht am Tag unserer Weiterfahrt frühmorgens noch eine Wanderung auf einem Teil des Bibbulmun Track zu einem Aussichtspunkt. Als er zur üblichen Frühstückszeit nicht zurück ist, fürchten wir er hätte sich auch den übrigen Teil des 1000 km langen Fernwanderwegs vorgenommen.

Das war dann auch unsere Erfahrungen mit großen Bäumen und schönen Wäldern. 

Freitag, 15. Februar 2013

Cape 2 Cape

Nach der Besichtigung der Stadt, nehmen wir in Perth unseren fünften Mietwagen in Empfang. Der Toyota Hiace ist ein richtig typisches Campingmobil von der Größe eines VW-Bus.
Tatsächlich haben wir aber unerwartete Schwierigkeiten mit der Innenraumaufteilung, probieren alle möglichen Schlafkonstellationen und sind schließlich erst nach der dritten Nacht hinreichend ausgeschlafen: Wir benutzen die obere Etage nur als Stauraum und wählen unten die bewährte alle-drei-nebeneinander-Variante und können dadurch dann alle Matratzen übereinander legen, so dass es endlich nicht mehr wehtut, auf der Seite zu schlafen.


Die ersten 2 Tage auf unserer Reise gen Süden nehmen wir folglich auch nicht ganz bewusst war, zumal sich Mathis noch eine kleine Infektion eingefangen hat (zunächst war das asiatische Reisgericht allerdings sehr lecker). Furchtbar viel verpasst haben wir dabei aber nicht, der Großraum um Perth dehnt sich ganz schön weit nach Süden aus.
Das einzig Bemerkenswerte in diesen 2 Tagen sind die Thromboliten am Lake Clifton und selbst die würden wir ohne Hinweisschild glatt übersehen. In dem kalkhaltigen See treiben Bakterien Photosynthese und lagern dabei den Kalk in kleinen Steinzylindern in Ufernähe ab. So ein typischer Zylinder ist dabei immerhin ca. 2000 Jahre alt. Viel bedeutender ist allerdings, dass es solche Bakterien schon vor 600 Millionen Jahren gab, damals waren die auch längst nicht so selten wie heute, und dass auch bei dieser Form der Photosynthese Sauerstoff entsteht.


Vielen Dank, liebe Bakterien, dass Ihr dadurch die Erde erst lebensfreundlich gemacht habt.  

So richtig schön und einsam wird die Küste erst hinter Bunbury, wo es ein Delphinzentrum gibt, das so gut gemacht ist, dass wir es auch ohne Delphinsichtung genießen.
Etwas weiter westlich in Busselton besichtigen wir einen 1800 m langen Holzsteg – den längsten der südlichen Hemisphäre – und das Unterwasserobservatorium an dessen Ende. 


Unser Quartier schlagen wir aber außerhalb des Städtchens auf. Am Castle Rock gibt es einen traumhaften Strand mit pittoresken rosa Felsen und Picknick-Einrichtungen. Wir haben ja das „no camping“ Schild am Abend gesehen, waren dann aber doch überrascht, dass uns frühmorgens ein Ranger auf den Regelverstoß hingewiesen hat.


Der Ausflug zum nahegelegenen Cape Naturaliste (Kapitän Cook war nicht hier, dafür aber einige Franzosen, so erklärt sich auch dieser und andere Ortsnamen in der Gegend) und zu dessen Leuchtturm war nicht so spektakulär wie erhofft, rechtfertig aber immerhin den Titel für diesen Post.

Spektakulär präsentiert sich allerdings Yallingup als die Straße einen letzten Bogen macht und die Sicht auf die Bucht, den breiten Strand, das vorgelagerte Riff und die mächtige Brandung freigibt.


Mit der Brandung machen wir dann auch noch nähere Bekanntschaft: Zum ersten Mal als Mathis einmal beim Wellenspringen richtig in Schwierigkeiten kommt – zum Glück geht alles gut aus und wir alle haben nur eine wichtige Lektion gelernt. Am nächsten Tag ist der Schock überwunden und wir leihen uns Surfbretter. Wegen der großen Wellen am Yallingup Beach fahren wir damit zur nächsten Bucht an den Smith’s Beach, stellen aber auch dort fest, dass der reef break für uns viel zu groß und der beach break viel zu schnell ist. Andere Surfer bekommen es deutlich besser hin und ich verstehe das, als ich später lese, dass es die besten Surfer von überall auf der Welt hierher zieht. Auf uns trifft aber eben nur „von überall auf der Welt“ zu.


Zum Glück kann man in Yallingup aber auch den mächtigen Brechern entgehen. Besonders bei Ebbe schützt das vorgelagerte Riff einen natürlichen Felspool so wirkungsvoll, dass man fast wie in einem Pool schwimmen kann. Weil es in diesem Pool unzählige Fische gibt (es ist das südlicheste australische Riff, an dem unter anderen auch tropische Fische vorkommen), wird er auch Aquarium genannt. Dass das Riff, das Aquarium und der Strand direkt vor unserem Campingplatz liegen, macht das Vergnügen dann sogar noch praktisch.

Als nächstes steht Margret River auf dem Programm. Ein Weinbaustädtchen, das uns schon früh angepriesen wurde. Es ist sehr touristisch, aber tatsächlich ganz nett. Es gibt viele nette Cafes und Läden, so dass Harald seinen beim Surfen weggeflogenen Hut ersetzen kann und ich mir endlich ein so tolles Anti-Sonne-Wasser-T-Shirt, wie Mathis schon lange hat, kaufen kann. Mit dem Campingplatz ist es schwieriger, weil nämlich Wochenende ist. Wir müssen dann einen nehmen, den Harald ziemlich blöd fand, weil unsere Nachbarn ein bisschen komisch aussehen, aber der Platz ist sehr nett. Die Typen sind tatsächlich etwas komisch (naja, obwohl Bier zum Frühstück hier nicht soooo ungewöhnlich ist), aber sie grüßen halt auch nicht und benutzen,  wenn wir weg sind, einfach mal unseren Tisch, stellen ihn aber wieder zurück.
Wir verbringen dann einen schönen Nachmittag am Strand, wo der Margret River ins Meer fließt. Mathis und Harald können in die (recht hohen) Wellen springen und ich lümmle mich im Fluss, der wegen der Ebbe nicht mit dem Meer verbunden ist und deshalb ganz ruhig (keine Gefahr für meinen Knöchel).


Abends gehen wir auf ein Weingut zum Open-Air-Kino. Da macht man es sich vor auf einer Wiese vor der großen Außenleinwand gemütlich, isst und trinkt (natürlich Wein) erst mal gut und dann geht der Film (der Hobbit) los. Da es mittlerweile dunkel ist, und der Film wirklich lange dauert wird es empfindlich kalt und wir sind froh, dass wir alle unsere Fleecesachen, Fleecedecken und auch den Schlafsack dabei haben.


Am nächsten Tag fahren wir zur Hamelin Bay, wo der Campingplatz direkt am Strand liegt. Dort gibt es Rochen, die auch von den Fischern gefüttert werden; die Rochen kann man im knietiefen Wasser sogar anfassen. Mathis macht richtig gute Unterwasserfilme und heißt ab jetzt Mathis Cousteau (zum Video auf Mathis blog).


Die schönen Buchten nehmen kein Ende und auch um Augusta und das Cape Leeuwin mit einem schönen Leuchtturm können wir uns am türkisfarbenen Wasser, weißem Sand und strahlend blauem Himmel erfreuen.


Da wir ja jetzt das zweite Kap erreicht haben, können wir diesen Post mit ein paar weiteren Fotos aus dem, nach den zwei Kaps benannten, Leeuwin Naturaliste National Park abschließen.