Dienstag, 30. Oktober 2012

Waterfall Way

Nachdem wir nun einige Tage der Küstenlinie bis kurz hinter Coffs Harbour gefolgt sind, wollten wir mal wieder ins Hinterland. Wir haben uns dafür den Waterfall Way ausgesucht, der uns auf das New England Plateau (ein Teil der Great Dividing Range) bringen soll.
Besonders der Anfang des Waterfall Way ist unglaublich lieblich, hier gibt es zwar noch keine Wasserfälle, aber dafür saftige Weiden auf sanften Hügeln, blühende Bäume und immer wieder kleine Wasseläufe. Leider hatte ich keine Zeit zum Fotografieren, denn wir wollten noch Dorrigo erreichen. Hier erwartete uns ein ziemlich improvisierter Campingplatz in einer Landschaft, die überhaupt nicht in die üblichen Australien-Klischees passt. Man fühlt sich eher wie im Allgäu und zu allem Überfluss haben wir dann auch neben einer Eiche (die erste, die ich hier in Australien bemerkt habe) campiert. Die Dangar Falls konnten wir noch vor dem Abendessen zu Fuß erreichen.


Am nächsten Morgen ging es gleich in den Dorrigo Rain Forrest National Park. Ebenfalls mit einem kleinen Skywalk (Baumkronenpfad) ausgestattet, vor allem aber mit einem schönen Wanderweg durch den Regenwald. Hier haben wir auch endlich unser erstes frei lebendes Wallaby gesehen. Die meisten Vögel gab es zu unserer Überraschung allerdings im Cafe des Nationalparks – in der Nähe unserer Kuchenteller.


Wasserfälle gab es natürlich auch zu sehen, besonders spektakulär waren die Crystal Showers Falls, bei denen man hinter den Wasservorhang gehen konnte.
Im weiteren Verlauf des Waterfall Way gab es natürlich noch einige weitere Wasserfälle zu bestaunen, bevor wir schließlich Armidale erreichten. Als Mathis dort den Tennisplatz sah, wollte er sofort mit mir spielen. Da ich den Tennisplatz schon etwas früher beim Einchecken gesehen hatte und wusste was auch mich zukommen würde, hatte ich bereits alles arrangiert.

Die Nacht in Armidale war überraschend kalt. Das Wetter hatte sich ohnehin etwas verschlechtert und auf inzwischen 1.000 Höhenmetern fiel das Thermometer auf 3°C.Eigentlich war es im Zelt und Schlafsack schön warm. In der Nacht stand dann für mich eine Entscheidung zwischen ‚auf die Toilette gehen’ und ‚im warmen Schlafsack bleiben an’, ich habe die falsche Entscheidung getroffen und war am nächsten Morgen müde und schlecht gelaunt. Leider mussten wir auch zum ersten Mal wirklich weit fahren, so dass meine Laune bis zum Ziel nicht wirklich besser wurde.
Mathis aber hat Alles mit Fassung und guter Laune über sich ergehen lassen, längere Autofahrten überbrückt er am liebsten mit dem Nintendo, aber Vokabeln-Lernen scheint ihm fast genau so viel Spaß zu machen (vielleicht, weil das auch am Computer geht).

Freitag, 26. Oktober 2012

Byron Bay

So, die Männer sind versorgt eine Tasse Kaffee neben mir –und jetzt kann`s los gehen. Wo habe ich das doch neulich erst gelesen .....?
Byron Bay ist wunderschön, eine Landspitze mit Leuchtturm teilt zwei bis fünf Strände, die je nach Wind fürs Surfen gut sind. Das Städtchen ist nett mit kleinen Shops und Cafes. Nur..., dass wir uns keine Shops und Caffees leisten können da wir ein sündhaft teures Ferienhaus direkt am Strand gemietet haben (250 Dollar pro Nacht!!!!!). Dafür ist der Blick wunderbar, man kann direkt zum Strand sehen, von der Terrasse aus den Surfern zugucken (die sind echt gut) und auch noch nett grillen nebenbei (etwas für Harald).


Manchmal muss man sich auch etwas gönnen....
Deshalb machen Harald und Mathis auch einen (ebenfalls) sündhaft teuren Surfkurs bei Angus, ein Student, der auch Deutsch spricht (was natürlich gut für Mathis ist). Gestern war die Strömung so heftig, dass sie nicht stehen konnten, so dass die beiden ziemlich enttäuscht waren (auf Bali hatte es ja so gut geklappt). Heute versuchen sie es noch mal ?!
Für mich war der  Nachmittag am Strand dafür sehr entspannend: Ich lag genau so, dass die Wellen auf mich zukamen auf einer kleinen Anhöhe, kein Mensch weit und breit, im Blickfeld nur (in der Reihenfolge von nah zu fern) gelber Sand, hellblaues Wasser mit weißen Schaumkronen und strahlend blauer Himmel.....


Da zahlt man doch gern – auch Wucherpreise!
Falls ihr übrigens etwas spenden wollt, damit wir den Rest der Zeit nicht hungern müssen, schreibt uns eine mail, ich teile euch dann unsere Kontodaten mit ;-)

Hinterland

Um nicht nur an der Küste zu bleiben, sind wir auch mal etwas ins Hinterland (das heisst übrigens auch auf Englisch so) gefahren – nach Tamborine. Hier gibt es richtigen Regenwald, den wir auch auf einem Baumkronenpfad (nennt man es bei uns) oder Skywalk (so nennt man es hier) erkundeten. Das war sehr grün (in allen Schattierungen) und interessant. Etwas, was mich hier ohnehin fasziniert: Die Pflanzen, die wir in klein in der Wohnung stehen haben (ich hoffe, sie leben noch), sehen wir hier in voller Größe und da ist eine alte deutsche Eiche teilweise sehr klein im Vergleich.

  
Natürlich sind wir auch schwimmen gegangen, in einem Fluss: bei den Cedar Creek.Falls. Wie der Name schon sagt, gab`s da Wasserfälle und auch kleine Wasserlöcher, die als natürliche Pools fungierten – gerade richtig temperiert.


 An diesem Creek lag auch unser Campingplatz, auf dem wir ein sehr nettes älteres Paar (Dave und Lynn) kennen gelernt und mit ihnen gemeinsam zu Abend gegessen haben. Mathis hat sich tapfer geschlagen und auch zur Konversation beigetragen.
Später am Abend saßen wir noch in der Bar und wurden Zuschauer eines kulturellen Ereignisses: Australien gegen Neuseeland (Rugby).  Außer zwei total verrückt verkleideten Männern, war die Stimmung wie bei einem Fußballspiel in  Deutschland, eben sehr emotional. 
Für mich ist eigentlich das Spiel viel interessanter: Ein Haufen recht großer, stämmiger Männer, die sich übereinander werfen und nach einer – manchmal recht langen Zeit – kommt irgendwo aus dem Haufen der Ball (so ein komisches Ei) herausgeflogen, wird zwei-, höchstens dreimal weitergeworfen bis alles wieder in einem Haufen aus Menschen und Ball endet – lustig.

Gold Coast

Nach Straddies Ruhe und Beschaulichkeit  waren wir von den Hochhäusern und zahlreichen Fast-Food-Ketten in und um Surfers Paradise etwas schockiert. Wir sind an allem vorbeigefahren, wollten aber doch Sea-World und einen Tierpark mit einheimischen Tieren besuchen. So suchten wir uns einen abgelegenen Campground, der sich dann - beim zweiten Blick - doch als falsche Wahl erwies, denn er war nahe am Highway und am Flughafen und zu guter Letzt auch noch neben einer Baustelle. Da konnten auch der nette Pool und die Spielgeräte im kleinen Billabong nichts mehr rausreißen.
Eine besondere Merkwürdigkeit hat das Örtchen Tweed Heads auch noch parat: Es ist der erste Küstenort im Bundesstaat New South Wales. Der nächste Supermarkt ist aber gleich nebenan im Städtchen Coolangatta (Queensland). Die Zeitverschiebung von einer Stunde zwischen den beiden, noch nicht einmal 1 km. auseinanderliegenden Orten, ist wirklich gewöhnungsbedürftig - und wenn man vor dem gerade geschlossenen Supermarkt steht, auch noch etwas mehr als das.

Trotzdem waren wir im nachhinein froh, diesen Platz gewählt zu haben, denn so lernten wir John und Jeanette kennen, für zwei Tage unsere lebendigen Australienerklärer (mit super Tipps für den weiteren Weg) und Mathis Ersatzoma und –opa. Alle Wünsche – von Fernsehen, über heiße Schokolade bis zu Chips und Pizzaessen - wurden ihm von den Augen abgelesen. Zudem verstanden die beiden es gut, ihn mit in das Gespräch einzubeziehen, so dass er wirklich viel Englich gesprochen hat.
Der Tierpark Curumbins Sanctuary war ein echter Erfolg. So viele Koalas, die sich auch noch bewegen (Koalas essen viel Eukalyptus, der sie immer etwas stoned macht, so dass sie eigentlich den ganzen Tag in einem Dämmerzustand verbringen) und kleine Babys mit sich rumtragen, hatten Harald und ich auch das letzte Mal nicht gesehen.


Die Känguruhs konnte Mathis füttern und streicheln, was sich beim Saltie (Salzwasserkrokodil mit ca. 5 m Länge) nicht anbot. Aber das Highlight in dem Park war für Mathis der Klettergarten, der den Tag abrundete.
Ähnlich tierlastig ging`s im Seaworld weiter: Von Kaiserpinguinen über Robben (mit einer ähnlichen Show wie im Zoo Hannover – warum sind wir eigentlich hier?), Haien und natürlich Delfinen gab`s hier alles, nur eines nicht lebend: Die Seeschlange. Das ist ein Achterbahn mit Looping und Schrauben, die wir einige Male fahren mussten. Mir hat am besten die Delphinshow gefallen, bei der sich die Trainerinnen der Tiere, von diesen über das Wasser tragen ließen, sie haben sogar auf ihnen gestanden oder ließen sich hochwerfen und sind mit einem Kopfsprung im Wasser gelandet. Das muss Spaß machen. Hat aber auch Spaß gemacht zuzusehen.  

Samstag, 20. Oktober 2012

Straddie

In Brisbane haben wir unser erstes Auto in Empfang genommen: Das Modell Spaceship ist eine ausgebaute Toyota-Familienkutsche mit 2 Schlafplätzen (Vater muss im Zelt bei den wilden Tieren schlafen) und ein paar Campingutensilien. Das gute Stück hat sogar einen Namen (Mullinator scheint mir aber nicht ganz zu uns zu passen).
Nach gründlicher Einweisung wurden wir auf den Linksverkehr losgelassen und bereits nach 5 Kilometern gab’s die erste (und zum Glück bisher einzige) Kollision mit einem Bordstein. Noch schwieriger ist es, sich an die Position des Blinkerhebels zu gewöhnen: Ich glaube der Scheibenwischer braucht bald neue Wischblätter.

Nun ging’s direkt nach North Stradbroke Island – Straddie (wie alle etwas längeren Namen wird auch dieser in Australien abgekürzt). Die drittgrößte Sandinsel der Welt hat nur 3.000 Einwohner, steht zu mehr als 50% unter Naturschutz und ist in weiten Teilen nicht zugänglich. Auf den zugänglichen Teilen herrscht Nebensaison, WiFi- und Mobiltelefon-Empfang hatten wir hier auch noch nicht: Das macht die Insel noch reizvoller.

Wir haben einen schönen Campingplatz (am Adder Rock) direkt am Strand gefunden. Wenn man vor 5 Uhr aufwacht, kann man rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Strand sein...


Auf dem Campingplatz gibt es auch erstaunlich viele Vögel, darunter sind auch mehrere Bodenbrüter. Ein Pärchen hat gerade heute 4 Küken bekommen, die sind auf ihren Stelzenbeinen schon ziemlich unternehmungslustig. Wenn Mensch oder andere Vögel den Küken zu nahe kommen, fängt die Mutter erst an zu schauspielern, um den Eindringling von den Küken fortzulocken. Wenn das nicht hilft, unternimmt der Vater so lange Sturzflüge, bis der Störenfried verscheucht ist.
Die Gäste auf dem Campingplatz sind allerdings nicht minder interessant: Roger zum Beispiel reist seit mittlerweile 3 Monaten durch Australien. Eigentlich ist er mit seiner Familie eigens aus Neuseeeland aufgebrochen, um in Darwin eine übers Internet vermittelte Arbeitsstelle anzutreten. Dort angekommen stellte sich allerdings heraus, dass der neue Arbeitgeber auf den Import von Waffen und Drogen spezialisiert ist – man hat sich dann rasch im gegenseitigen Einvernehmen getrennt.

Straddie wurde übrigens von Captain James Cook 1770 entdeckt, der die nordöstliche Spitze der Insel passenderweise Point Lookout nannte. Ich weiß nicht, wonach Cook Ausschau hielt, wir konnten vom Aussichtspunkt auf jeden Fall Buckelwale beobachten, wie sie mit Ihren Kälbern gen Süden ziehen. Um den Point Lookout herum schlängelt sich der herrliche North Gorge Walk, auf dem wir noch riesige Meeresschildkröten und einen jungen Weißkopfseeadler beobachten konnten.
Der bisherige Höhepunkt unserer hiesigen Tierbeobachtungen war allerdings der zutrauliche Delphin am Bootsanleger von Amity.


Obwohl Delfine Mathis unangefochtene Lieblingstiere sind, reicht ihm die Tier- und Naturbeobachtung natürlich nicht aus. Zum Glück kann man hier auch überall schwimmen (main beach, der längste Strand ist über 30 km lang und weitgehend menschenleer) und besonders hautpflegend ist ein Bad im brown lake, dessen Farbe vom Öl der am Ufer wachsenden Teebäume stammt.
Eigentlich kann man hier auch ganz prima surfen, am Wochenende nach unserer Abreise wird hier sogar ein großer Wettbewerb stattfinden. Weil aber Nebensaison ist, kann man gar nicht so einfach Bretter leihen. Wir haben deshalb andere Arten des Surfens ausprobiert. Bodysurfing geht bei mittelgroßen Wellen ganz prima, Bodyboarding natürlich ebenfalls aber das mit Abstand witzigste war unsere sand boarding Tour mit Dave. Auf Presspanplatten geht’s die Dünen runter und egal welche Technik man dabei wählt – entscheidend ist das Wachsen des Bretts.



Das also waren 4 Tage Straddie. Und weil der Post mit einem Sonnenaufgang begonnen hat soll er mit einem Sonnenuntergang enden.


Montag, 15. Oktober 2012

Ein Tag Brisbane

Wir lieben langweilige Städte: Hannover, Brisbane .... Wahrscheinlich, weil es sich dort so gut leben lässt (Motto: Entschleunigung). Gut heißt in unserem Fall nicht zu schnell, mit Muße und Weile (nicht zu verwechseln mit der langen Weile).
So sind wir unseren Tag heute angegangen und haben uns erst mal vom Ausblick unseres Apartments berauschen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn man hört so schön vom Balkon den Verkehr unter sich rauschen, sieht die kleinen Autos und Menschen wie Ameisen rumlaufen und schaut ganz entspannt auf das Wheel of Brisbane (Riesenrad) oder den Leuten im Nachbarhaus in ihrer Schwimmbahn (man kann es nicht Pool nennen, da es wirklich nur eine 25m-Bahn Wasser ist) beim Schwimmen zu.
Die Museen auf der Southbank konnten wir genauso genießen. Sie sind in einer schönen, architektonisch modern gestalteten Gesamtanlage von Grünanlagen, Cafes und Wegen gelegen. Mathis hat seinen Naturwissenschaftsunterricht mit Harald im Sciencecenter absolviert, während ich die GOMA (Gallery of Modern Art) angesehen habe. Das Gebäude an sich ist schon ein Kunstwerk und die River Side Lounge mit direktem Blick auf die Stadt und die davor liegende berühmte Fußgängerbrücke (Kurilpa Bridge) ist toll. Einige Skulpturen waren so super, dass ich sie Harald und Mathis noch zeigen musste (Der Eintritt ist frei!!!).

Sonntag, 14. Oktober 2012

G’day Australia

Der Flug nach Australien war wirklich anstrengend (Sonka schrieb es ja schon). Die Abstände der Sitzreihen bei Jetstar sind wirklich rekordverdächtig gering (weil die Flugzeuge sehr neu sind und die Flugbegleiter nett, kann ich die Airline aber zumindest für Zwerge uneingeschränkt empfehlen).

Wir haben letztlich also über 36 Stunden nicht geschlafen (also der ‚Zwerg’ schon ein bisschen, aber seine beiden Mitreisenden halt nicht). Folglich hätten wir uns bei der Ankunft erst einmal ins Bett legen müssen oder zumindest völlig entnervt einen Familienstreit vom Zaun brechen müssen. Das haben wir aber beides nicht gemacht, weil es uns in Australiens langweiligster Stadt (angeblich eben Brisbane, unser Startpunkt in Australien) nämlich richtig gut gefällt.




Da wäre zuerst das Wetter: Ein strahlend blauer Himmel bei angenehmen 26 °C und einer leichten Brise vom nahen Meer. Zwar war es auf Bali auch nur wenige Grad wärmer aber teilweise so schwül, dass ich beim Umblättern der Buchseiten angefangen habe zu schwitzen.
(Ich gebe gerne zu, dass ich etwas empfindlich auf hohe Luftfeuchtigkeit reagiere und insgesamt auch etwas übertreibe. Bali hat mir wirklich gut gefallen, aber hier in Brisbane ist eben GENAU MEIN WETTER, halt so wie `54 in Bern dem Fritz sein Wetter war.

Wie erwartet sind auch die Menschen sehr freundlich (der einzige vielleicht manchmal etwas unfreundliche Australier ist ja gerade nicht im Land ;-) und unkompliziert und ich bin wirklich froh, dass die Australier auf Bali keinen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen.

Außerdem kommen wir seit heute in Brisbane etwas mehr in den Langzeiturlaub-Modus. Wir haben kein Hotelzimmer mehr, sondern ein möbliertes Appartement (sehr schön und im 21. Stock, Mathis möchte, dass wir es für die Ferien kaufen (?!?)). Es gibt auch nicht mehr Heerscharen von dienstbereiten Menschen um uns herum, sondern wir müssen uns erkundigen, vorausplanen und das fühlt sich aktiver und besser an. Das Einkaufen und abendliche Kochen war sehr normal und sehr schön. Mathis und Sonka sehen nach dem Essen gerade etwas fern (ich glaube die Kiwis spielen gegen Fiji Rugby), während ich blogge.
Ach so, eine Sache war beim Einkaufen doch nicht so ganz normal: Coles vertraut seinen Kunden: Man kann selbst die gekauften Artikel einscannen und abwiegen und Coles spart dabei ein paar Kassiererinnen. Da das Vertrauen von Coles aber nicht unbegrenzt ist, gibt es mehrere Sicherheitsmechanismen, die besonders bei Erstkunden (uns) so oft anschlagen, dass es ganz ohne Kassiererin dann doch nicht geht.

Etwas wirklich Schönes haben wir heute auch noch gemacht: Wir waren einfach nur schwimmen! An den Ufern des Brisbane River wurden in einem Park ein paar teichartige Becken mit Sandstränden angelegt, in denen Groß und Klein ganz nah  der Innenstadt in entspannter Stimmung baden und spielen.


Bali – Abschied

Die letzten drei Tage auf  Bali haben wir noch mal richtig Kultur gemacht und den Muttertempel (Besakih) und Klungkung angesehen.



Den Blick auf die Reisterrassen zähle ich mal mit zur Kultur.



Zwei Tage waren dann noch mal für Pool, Schule, Ubud anschauen und einfach rumhängen. Schließlich müssen wir uns auf den anstrengenden Flug nach Brisbane vorbereiten. 3 Stunden Aufenthalt in Darwin zwischen 3 und 6 Uhr sind kein Zuckerschlecken.

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Koch- und Surfkurs

Hier auf Bali werden uns ständig irgendwelche Dienstleistungen offeriert, die wir meistens nicht wirklich brauchen. Ziemlich viele männliche Balinesen sind Ich-AGs im Taxi-Gewerbe. Teilweise auch mit sehr interessanten Marketingkonzepten ("sexy taxi, sexy driver, sexy prices"). Viele Frauen scheinen kleine GmbHs gegründet zu haben und offerieren nachdrücklich "Massaase".

Als ordentlicher Tourist mag mal aber ja auch nicht alle Angebote ablehnen und so haben wir uns gestern zu einem Kochkurs angemeldet, der im Privathaus unserer Wirtin stattfand. Unter fachkundiger Anleitung haben wir frische Zutaten


geschnippelt, gemörsert, gerollt, gekocht, gebraten, gedünstet und gewendet


Das Ergebnis war wirklich lecker und weil die beiden Kochlehrerinnnen richtig nett und die anderen Koch-Eleven

sehr witzig waren, wurd's ein toller Abend.

Am nächsten Morgen waren wir nach dem opulenten Mahl noch nicht wieder richtig hungrig und wollten zum ersten Mal an den Strand. Um wieder möglichst viele Balinesen zu beschäftigen, buchten wir eine Ich-AG (Fahrer und Auto nicht sexy, aber gut und günstig). Am ersten Strand in Sanur sind wir banana boat gefahren: das fand Mathis toll und Sonka und ich deutlich zu touristisch (aber wir haben immerhin wieder viele Balinesen beschäftigt).
Danach ging's nach Kuta, dem größten und bekanntesten Strand auf Bali. Nach der Lektüre der Reiseführer hatte ich mich schon auf so etwas wie "El Arenal" eingestellt. Wir waren aber angenehm überrascht: Es war viel los aber auch ganz gemischtes Publikum, nette Stimung und eben ein wirklich schöner Strand und tolles warmes Wasser.

Um wieder möglichst viele Balinesen zu beschäftigen, haben Mathis und ich einen Surf-Kurs belegt. Nur wir zwei mir einem Lehrer. Das war noch nicht einmal für mich so schwierig wie befürchtet, zumindest bin ich einige Male gestanden und eben auch richtig gesurft. Mathis hatte den Bogen aber sehr schnell richtig raus und war völlig begeistert.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Kult(o)ur & Radtour

Bali hat kulturell viel zu bieten. Da wollte ich doch mal auf Debussys Spuren wandeln und mehr über Gamelan spielen lernen. So machten wir einen Workshop im Museum um die Ecke. Schon das Ambiente unter einem Baldachin mit Bewirtung und begeisterten Zuhörern war toll und hat Mathis und mich zu Höchstleistungen angespornt. Den gesamten Baris Tanz konnten wir, an manchen Stellen sogar zweistimmig. Harald hat sich irgendwann aufs Fotografieren verlegt.



Abends haben wir dann noch ein richtiges Orchester mit Tanz angesehen. Die sind doch noch ein bisschen besser als wir.


Nachdem es in der Nacht so richtig regenzeitmäßig geregnet hat, sind wir heute – downhill - vom nächsten Berg nach Ubud runtergerollt (26 km). O.K. es gab auch ein paar Steigungen, aber eigentlich war es easy. Wir waren aber trotzdem total fertig, als wir um vier wieder im Hotel waren, da wir 1. fast gar nicht geschlafen hatten (der Regen war so laut) und bei diesem Klima selbst die kleinste Anstrengung äußerst schweißtreibend ist. Trotzdem war es toll und wir haben viel über Kaffee, balinesische Häuser und die Leute hier gelernt. Was wir gesehen haben, zeigen euch die Bilder.



Sonntag, 7. Oktober 2012

Erste Eindrücke von Bali

Man sollte es kaum glauben, aber wir sind schon zwei volle Tage auf Bali. Nach einer guten Ankunft am 3.10 abends mit Abholung am Flughafen und Mathis ersten Ausruf: „Das ist ja wie im Dschungel“,



als er den schönen Garten im Lady Bamboo, unserer Unterkunft in Ubud, sah, konnten wir – fertig wie wir waren - recht gut schlafen.
Gestern, der erste Tag, war für Harald und mich ziemlich anstrengend. Wir mussten nachmittags sogar noch mal schlafen, während Mathis gut durchgehalten hat. Auch die Abkühlungen im Pool haben da nichts genutzt. Am späten Nachmittag sind wir dann zu einem Reisfeldspaziergang aufgebrochen und waren gleich fasziniert von der schönen Umgebung und den Kokosnüssen.



Heute ging´s uns allen gut und Mathis hatte die ersten Unterrichtsstunden nach dem Frühstück. Mit Pause im Pool. Na, wenn das kein Konzept ist, mit dem ich eine private Schule gründen kann. Er meinte, hier wäre der Unterricht besser als Nintendo spielen. Nachmittags waren wir dann im Affenwald



und sind wieder über die Reisfelder zurück gegangen.
Ich bin vollkommen entzückt über das Essen hier. Auch bei so geringen Preisen, dass man es sich kaum vorstellen kann, ist es äußerst delikat und immer hervorragend gewürzt.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Abreise

So, jetzt geht es endlich los! Sonka hatte die gute Idee, die Bahnfahrt und die lange Wartezeit am Flughafen zum Texten zu nutzen. Das hilft auch gegen die Aufregung!

Vermutlich weil die gesamte Vorbereitung sehr reibungslos verlief, wir aber dennoch gut beschäftigt waren, kam bisher zu unserer Verwunderung keine Aufregung auf – nur ein bisschen Vorfreude. Heute morgen hatte sich das Bild aber schlagartig geändert: Ich hatte während der Nacht schlecht geschlafen und bin mit Bauchschmerzen aufgewacht und Sonka war seit 5 Uhr wach und hat schon einmal die Wohnung für unsere Mieter fertig gemacht.

Mathis vorgezogener Abschiedsschmerz hat sich im ICE anscheinend auch aufgelöst; er wird seine Freunde, die Schule, die Familie und seine Hobbys vermissen freut sich aber auch auf die Kängurus und das Surfen.
A propos ICE, wir sitzen mit 2 Frauen in einem Abteil, die mit demselben Flieger wie wir fliegen und auch nach Australien wollen. In Singapur werden sich zwar unsere Wege trennen, aber dennoch – Zufälle gibt’s!