Nach unserem Rückflug von Tasmanien fahren wir noch einmal bei den Robsons vorbei, um die Sachen abzuholen, die wir auf Tasmanien nicht brauchten und deshalb dort deponiert hatten (z. B. die Weihnachtsgeschenke). Eigentlich wollen wir ja nach Westen, um entlang der Great Ocean Road in Richtung Adelaide zu fahren. Allerdings haben wir schon aus Deutschland für die nächsten 2 Nächte ein Ferienhäuschen auf Phillip Island gemietet und das liegt eigentlich in der falschen Richtung. Also quälen wir uns zunächst durch den Stadtverkehr von Melbourne, bis es nach 2 Stunden wieder zügiger vorangeht und wir der Küste immer näher kommen.
Unsere Unterkunft auf Phillip Island ist sehr nett: Ein kleines Cottage in familiärer Umgebung. Auf der Insel geht so kurz vor Weihnachten gerade die Nebensaison zuende, das Wetter ist schon angenehm warm, aber die Suche nach einem Restaurant gar nicht sooo einfach.
Die Hauptattraktion auf der Insel ist die Pinguinparade, bei der man Hunderte von Zwergpinguinen dabei beobachten kann, wie sie nach einem langen Tag im Meer über den Strand watscheln, ihre Nisthöhlen und die davor wartenden hungrigen Küken suchen. Das Ganze ist wirklich niedlich und sehr interessant, aber auch ziemlich durchorganisiert (man sitzt auf wirklich großen Tribünen mit Strandblick) und für unseren Geschmack zu kommerziell (angeblich kommt jeglicher Gewinn den Pinguinen zugute). Man wird gebeten sich 1 ½ Stunden vor der Ankunft der Pinguine einzufinden, die unvermeidlich aufkommende Langeweile kann man sich dann im Souvenirshop und mit Snacks vertreiben oder man kann Fotos kaufen – selbst darf man keine machen L.
Nach den kalten polaren Strömungen um Tasmanien ist Mathis froh, einmal wieder ins Meer zu können. Beim 2 1/2 –stündigen Surfen ist aber der Nassanzug dennoch unverzichtbar. Zunächst ist Mathis ziemlich unzufrieden mit den Wellen, dem board und vor allem sich selbst, schließlich geht es aber immer besser und wir haben wie so oft etwas Mühe ihn aus dem Wasser zu bekommen.
Eine nette Vater-Sohn-Aktivität erleben wir noch am Phillip Island Circuit. Im Wesentlichen ist das eine Motorrad-Rennstrecke (immer im Oktober findet hier ein Rennen der Königsklasse Moto GP statt). Den Kurs hat man im kleineren Maßstab als Kart-Strecke nachgebaut und die Strecke ist fast immer im Betrieb: Leider darf man erst ab 12 Jahren alleine fahren. Bei anderen Aktivitäten haben wir ja gerne mal mit Mathis Alter gemogelt, aber hier gehen wir lieber auf Nummer sicher und buchen eine Fahrt in einem Tandem-Kart. Es ist allerdings gar nicht so leicht ein Kart zu finden, in dem Mathis auch wirklich auf den Beifahrersitz passt. Am Ende gelingt es zum Glück und wir haben viel Spaß.




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